JHV Allrode

Neue Wehrleitung in der Ortsfeuerwehr Allrode

Am Freitag dem 04.03.2016 wurde die neugewählte Ortswehrleitung auf der Jahreshauptversammlung in der Ortsfeuerwehr Allrode vorgestellt. Der neue Ortswehrleiter Frank Ullrich und sein Stellvertreter Tino Gehrke wurden vorher durch die Kameraden einstimmig gewählt. Diese müssen nun nur noch vom Stadtrat der Stadt Thale bestätigt werden.

Der scheidende Ortswehrleiter Frank Polsfuß begrüßte die Kameraden und Gäste auf der Veranstaltung und führte auch durch das Programm.

In den Jahresberichten der Kameraden Frank Ulrich, Tino Gehrke und Frank Polsfuß wurden viele Daten und Fakten der Ortsfeuerwehr genannt und einige Höhepunkte heraus gestellt.

Die Ortsfeuerwehr verfügt zur Zeit über 44 Mitglieder, davon 23 Aktive, 10 Jugendliche und 11 Kameraden der Alters-u. Ehrenabteilung. Noch sind wir gut aufgestellt, aber was in 5 Jahren ist wissen wir nicht, führte der neue Ortswehrleiter Frank Ullrich aus. Das Ehrenamt hat einen hohen Stellenwert, das wurde an den geleisteten Aus- und Einsatzstunden der Ortsfeuerwehr deutlich. Die Kameraden wurden zu 30 Einsätzen im Jahr 2015 alarmiert, wobei 21 Einsätze im Bereich Technische Hilfeleistung, 7 Brandeinsätze, 2 Brandmeldeanlagen, 5x Einsatzabbruch auf Anfahrt und 2 Einsätze, bei dem die Wehr nicht einsatzbereit war.

Weiterhin wurden 23 Dienstabende absolviert und auch 7 Technische Dienste geleistet, hier galt es die vorhandene Technik zu warten und zu pflegen.

In den Ausbildungsstunden wurden viele Bereiche des Feuerwehrlebens ausgebildet, so auch der umfangreiche Bereich der Gefahrgutausbildung und die Einweisung in die neue Drehleiter der Ortsfeuerwehr Thale. Dabei dankte der neue und alte stellvertretende Ortswehrleiter, Tino Gehrke, den Ausbildern Steffen Koch, Detlef Goerecke, Max Krol und Detlef Ullrich. Ebenfalls wurden einige OTS ( Operatives Taktisches Studium ) in Schwerpunktobjekten durchgeführt um im Einsatzfall auf diese jeweiligen Gegebenheiten vorbreitet zu sein.

Die Jugendfeuerwehr ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil in der Ortsfeuerwehr Allrode und stellte das auch bei vielen Aktions-und Wettkampftagen unter Beweis.

Neben verschiedenen Veranstaltungen im Ortsteil Allrode, wo die gesamte Ortsfeuerwehr ein wichtiger Bestandteil ist, wurden auch Aktionstage wie ein Exkursionswochende in der Ramberghütte, Wasserspiele in Elend, Zeltlager in Pabstdorf, Highlandgames mit dem Bürgermeisterpokal, ein Aktionstag der Jugendfeuerwehren im IBK Heyrothsberge, dem Herbstfeuer in Allrode, welches sich immer mehr der Beliebtheit erfreut und ein weiterer Aktionstag der Jugendfeuerwehren aus Sachsen-Anhalt mit einer Brockenwanderung durchgeführt. Auf vielen Wettkämpfen der Jugendfeuerwehren konnte die Jugendfeuerwehr Allrode 1., 2. und 3. Plätze erzielen und zählt somit zu den Besten in der Stadt Thale. Darauf ist der Jugendwart der Ortsfeuerwehr, Frank Polsfuß, ganz stolz und dankte allen Unterstützern.

Besonderer Dank geht an die Stadt Thale und die Stadtwehrleitung für die Unterstützung in allen Belangen der Ortsfeuerwehr. Ein besonderer Dank ging allerdings an das Hotel Harzer Land, an Harald Geißner, Roy Eitze, Kai Lienig, Steffen Hartmann und Jochen Reinert. Diese unterstützten die Ortsfeuerwehr regelmäßig und erleichtern die Arbeit der Feuerwehr mit Ihren jeweiligen Unterstützungen.

Wir gratulieren allen Beförderten und Ausgezeichneten der Veranstaltung, wünschen der neuen Ortswehrleitung eine geschickte Hand und dem scheidenen Ortswehrleiter Frank Polsfuß  danken wir für seine Arbeit und wünschen ihm alles Gute.

JHV Allrode 2016 (9)

JHV der Ofw Altenbrak u. Treseburg

Am vergangen Freitag war es auch bei uns so weit: Einmal im Jahr treffen sich die Freiwilligen Feuerwehren aus Altenbrak und Treseburg, um Rechenschaft über das vergangene Jahr abzulegen. Neben den Angehörigen der Einsatzabteilungen beider Wehren waren auch die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung sowie eine Abordnung der Jugendfeuerwehr zugegen. Unter den Gästen konnten wir den Stadtwehrleiter und seinen Stellvertreter, zwei Vertreter der Stadtverwaltung, eine Abordnung unserer Partnerwehr aus Buntenbock und Vertreter der Feuerwehr Allrode begrüßen.

In ihren Rechenschaftsberichten fassten die Ortswehrleiter aus Altenbrak und Treseburg die Ereignisse des Jahres 2015 zusammen: Neben unzähligen Stunden der Aus- und Fortbildung waren beide Wehren bei 31 Einsätzen zur Stelle. Wir entfernten umgestürzte Bäume, halfen Personen in Notlagen, entfernten Ölspuren und leisteten mehrfach bei Unfällen erste und technische Hilfe. Besonders in Erinnerung blieb unseren Kameraden ein Brandeinsatz an Heiligabend, als im Pumpspeicherkraftwerk Wendefurth ein defekter Isolator zu einem Brand führte. Außerhalb des Einsatz- und Ausbildungsgeschehens unterstützten die Kameraden die Veranstaltungen im Ort regelmäßig. Über alles habt ihr ja auch hier erfahren können. Ein besonderes Highlight war die 25-jährige Partnerschaft mit der Freiwilligen Feuerwehr Buntenbock: wir unternahmen eine gemeinsame Brockenwanderung und unterzeichneten eine Partnerschafturkunde auf der Brockenspitze in 1142 Metern Höhe.

Wie in den vergangen Jahren auch mussten wir die Löschwasserversorgung in der Ortslage Altenbrak kritisch ansprechen. Noch immer reicht die Leistung der verfügbaren Hydranten nicht aus. Diesbezüglich wurde jedoch Besserung seitens der Verantwortlichen in Aussicht gestellt. Außerdem wurde unsere Einsatzbereitschaft in der Zeit zwischen 06:00 und 18:00 Uhr kritisch erwähnt, da wir im letzen Jahr einmal nur mit einem Kameraden ausrücken konnten. Unsere Personaldecke ist schlicht zu dünn. Eigene Bemühung für die Mitgliedergewinnung waren bisher nicht erfolgreich, sodass wir hier auf eine größere und konkretere Hilfe der Verantwortlichen in Lokalpolitik und Verwaltung angwiesen sind, um neue Kameraden für den ehrenamtlichen Feuerwehrdienst gewinnen zu können.

Als direkte Folge dieser Entwicklungen und des anhaltenden Mitgliederschwunds muss die Ortsfeuerwehr Treseburg als selbständige Ortsfeuerwehr aufgegeben werden. Ab dem 01.04.2016 ist der Standort Treseburg deswegen unter Erhaltung des vorhandenen Personals und der vorhandenen Technik der Freiwilligen Feuerwehr Altenbrak als selbständige Löschgruppe angegliedert. Dieser Schritt ist bedauerlich, jedoch leider notwendig, um die organisierte Sicherheit im Bodetal auch weiterhin zu gewährleisten.

Mit großer Freude können wir hingegen berichten, dass sich unser “Chef” Ralf Schmidt erneut zur Wahl als Ortswehrleiter gestellt hat. In der offenen Abstimmung wurde er mit den Stimmen der anwesenden Kameraden einstimmig wiedergewählt. Das Besondere daran: Kamerad Schmidt wurde nun zum fünften Mal in Folge in das Amt des Ortswehrleiters gewählt – langsam wird es rekordverdächtig, herzlichen Glückwunsch Ralf! Wir wünschen dir für dein Amt – wie in der Vergangenheit schon einige Male – immer ein glückliches Händchen und viel Erfolg!

Ebenfalls besonders positiv ist die Mitgliederentwicklung bei der Jugendfeuerwehr. So konnten die drei Austritte mit fünf neuen Mitgliedern mehr als aufgefangen werden, sodass sich die Zahl unserer kleinen Brandschützern bei neun stabilisiert hat. Dafür und auch für vieles weitere möchten wir uns bei unserem Jugendwart und seinen Helfern herzlich bedanken.

Schließlich gab es auch zahlreiche Ehrungen und Beförderungen: Ein Kamerad wurde zum “Ersten Hauptfeuerwehrmann” befördert, ein weiterer darf sich nun “Hauptlöschmeister nennen”. Des Weiteren wurden drei unserer Kameraden für ihr 20. Dienstjubiläum geehrt. Herzlichen Glückwunsch!

Nach einigen Grußworten endete die Veranstaltung schließlich nach circa 90 Minuten und wir konnten endlich das von der Altersabteilung liebevoll zubereitete Buffet stürmen. (Danke Jungs, es war köstlich!)

Allen Kameraden auf diesem Wege noch einmal herzlichen Dank für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr! Und an alle, die noch nicht dabei sind? Wir würden uns freuen, auch bald euch in unseren Reihen begrüßen zu dürfen! Es ist dringend notwendig!

Ofw Altenbrak
Ofw Altenbrak
Ofw Altenbrak
Ofw Altenbrak
Ofw Altenbrak
Ofw Altenbrak
Ofw Altenbrak
Ofw Altenbrak
Ofw Altenbrak
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Text und Bilder: Ofw Altenbrak

JHV der Ofw Neinstedt

Am 26.02.2016 fand unsere Jahreshauptversammlung im Gerätehaus der Ortsfeuerwehr Neinstedt statt. Dazu durften wir neben dem Vertreter des Ordnungsamtes, die Ortsschaftsräte aus Neinstedt, den Kameraden Andreas Koch, Vertreter des THW Quedlinburg, unsere Partnerwehren und weitere Gäste begrüßen.

Im Rechenschaftbericht des Ortswehrleiters konnte zum 31.12.2015 eine Mtgliederstärke von 61 Kameradinnen und Kameraden genannt werden, wobei 21 Aktive ( davon 5 Weibliche ) zur Einsatzabteilung, 23 zur Alters-und Ehrenabteilung, 10 zur Jugendfeuerwehr, 6 zur Kinderfeuerwehr und 1 Fördermitglied gehören.

Die Ortswehr wurde zu 37 Einsätzen alarmiert und führte 45 Dienst-und Ausbildungsabende durch, wobei dazu noch viele Stunden für gesonderte Ausbildung kommen. In diesen Ausbildungen bildeten sich einige Kameraden in verschiedenen Bereichen wie Atemschutz, Maschinisten, Truppführer und Grundlehrgang fort. Auch im Führungsbereich haben sich im Jahr 2015 einige Kameraden weitergebildet und ein Kamerad arbeitet jetzt auch im Einsatzleitdienst der Stadt Thale mit.

Ein schönes Ereignis ereilte uns auch im letzten Jahr, denn da wurde uns gesagt ” Wir bekommen ein neues MTF ”

Das hat uns alle sehr gefreut, denn unser altes MTF ( Baujahr 1992 )hatte uns so manche Einsatzfahrt fasst verlassen. Nachdem wir über einige Fahrzeugmodelle diskutiert haben, fiel die Entscheidung auf einen Ford Transit.

Nachdem wir das Auto bekommen haben ging es ans Eingemachte, denn Er war schneeweiß und musste dringend “beklebt werden”. Vielen Dank dafür an die Firma “Bekleber No.1 ” Jürgen Hömke für die gute Arbeit. Ein weiterer Dank geht an die Firma Ackmann in Drübeck, welche sich zügig um eine neue Ausstattung der Blaulichtanlage kümmerte und den Einbau der Funkanlage übernahm.

Neuer Wegbegleiter
Neuer Wegbegleiter

An dieser Stelle möchten wir uns bei unserem Bürgermeister Thomas Balcerowski und der Stadt Thale für diese Investition in unsere Wehr bedanken.

Das vergangene Jahr hatte auch einige andere Eckpunkte bei denen wir wieder präsent waren und den Bürgern des Ortes zeigten, dass wir für Sie da sind. Ein großer Dank geht dabei auch an die Evangelische Stiftung Neinstedt, diese unterstützt uns regelmäßig, steht uns bei vielen Fragen zur Seite und gibt regelmäßig ortsbezogene Veränderungen bekannt.

Als letztes möchte ich die gute Zusammenarbeit mit den benachbarten Feuerwehren hervorheben, welche uns immer unterstützen und dabei unverzichtbar sind. Danke an die Kameraden der Ortsfeuerwehren Stecklenberg und Thale, auf eine weitere gute Zusammenarbeit.

Die Jugendfeuerwehr legte ebenfalls Ihren Bericht zum vergangen Jahr vor und stellte dabei verschiedene Ausbildungs- und Veranstaltungspunkte heraus.

Neben 38 Dienstveranstaltungen waren Sie mit Ihren 10 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und 6 Mitgliedern der Kinderfeuerwehr auch auf einem Zeltlager im ” Kiez” in Güntersberge, bei den ” Highlandgames”  und dem Bürgermeisterpokal, bei dem Sie den 2. Platz belegten. Weiterhin beteiligten sie sich bei Veranstaltungen wie der Aktionstag der Kinder-und Jugendfeuerwehren im IBK Heyrothsberge, dem Jahresfest der Evangelischen Stiftung Neinstedt und der Weihnachtsfeier im Gerätehaus der Ortsfeuerwehr Neinstedt.

Beförderungen:

Feuerwehrfrau : Rica Heine

Oberfeuerwehrfrau : Vanessa Hosang

Ehrungen : 

20 Jahre Mitgliedschaft :

Michael Männchen

Marcel Kurzweg

Holger Band

60 Jahre Mitgliedschaft :

Siegfried Schnecke

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Übernahme  in die Einsatzabteilung :

Jan Sören Schmitt

Nico Kunz

Leo Karger

M.Männchen, Jan Sören Schmitt, Nico Kunz, Leo Karger, Franziska Winter v.l.
M.Männchen, Jan Sören Schmitt, Nico Kunz, Leo Karger, Franziska Winter v.l.

 

 

Neues Einsatzfahrzeug übergeben

Neues Einsatzfahrzeug für die Ortsfeuerwehr Neinstedt

Am 22.01.2016 wurde in der Feuerwehr Stadt Thale ein neues Einsatzfahrzeug in den Dienst gestellt.

Die Beschaffung wurde nötig, da der Mannschaftstransportwagen ( MTF ) seit langem seinen Dienst getan hat und vom Alter auch nicht mehr zeitgemäß gewesen ist.

Die Brandschutzbedarfsplanung sah eine Neubeschaffung der Neinstedt-19 ( Funkkenner ) vor. Um auch in Zukunft den Anforderungen gerecht zu werden, ist ein Fahrzeugbeschaffungsplan entwickelt wurden, der nun nach und nach umgesetzt wird. Nach der Beschaffung einer neuen Drehleiter im letzten Jahr, kam es in diesem Jahr zu dieser Beschaffung des 35000.00 € teuren Fahrzeuges. Am Freitag wurde das Fahrzeug an die Ortsfeuerwehr Neinstedt übergeben und allseits gute Fahrt und Unfallfreiheit durch viele Gäste gewünscht.

Der Ortswehrleiter Karsten Walter dankte auf der Veranstaltung dem Bürgermeister,  Stadträten der Stadt Thale und allen an der Beschaffung beteiligten Personen und übernahm freudig zusammen mit seinen Kameraden der Ortswehr Neinstedt den offiziellen Einsatzdienst des MTF.

Alter Wegbegleiter
Alter Wegbegleiter
Neuer Wegbegleiter
Neuer Wegbegleiter

2. Weihnachtsbaum verbrennen

Am 09.01.2016 wurde eine weitere Tradition in Stecklenberg begangen. Ab 09:00 Uhr wurden die Weihnachtsbäume aus dem Ortsteil Stecklenberg durch die Kameraden der Feuerwehr eingesammelt und zum Angelteich ins Wurmbachtal gefahren.

Dort wurden Sie am Abend in einer gemütlichen Gemeinschaft mit vielen Bewohnern der Ortschaft Stecklenberg verbrannt. An diesem Tag wurden ca.150 Weihnachtsbäume durch die Kameraden eingesammelt und so die Gemeinschaft in Stecklenberg durch die Feuerwehr und seinem Förderverein gestärkt. Ein großes Dankeschön geht auch an den Pächter des Angelteiches im Wurmbachtal, der diese Tradition mit gestaltet hat.

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Bilder: Ofw Stecklenberg

Erste Hilfe und Ihre Neuerungen 2015

Notfallstichwort: Wiederbelebung – was gibt´s Neues?
Empfehlungen des Bundesfeuerwehrarztes – Folge XXXVIII

Menschen, die einen Kreislaufstillstand erleiden, der von Anderen beobachtet wird,
haben eine bessere Aussicht auf eine erfolgreiche Wiederbelebung mit guten Chancen auf eine vollständige Gesundung. Deshalb ist es wichtig, dass Personen,
die ein Notfallgeschehen beobachten, sofort handeln und Basis – Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten. Nationale und internationale Fachgremien erstellen hierfür Empfehlungen. Die deutschen Empfehlungen werden vom Deutschen Rat für Wiederbelebung(German Resuscitation Council) in enger Abstimmung mit dem europäischen Rat für Wiederbelebung (ERC) herausgegeben. Alle fünf Jahre werden diese Empfehlungen überarbeitet und – falls erforderlich – dem Stand der Wissenschaft und Technik angepasst.

Hier in kompakter Form die wichtigsten Neuerungen der Leitlinien 2015:

• Der Leitstellendisponent nimmt eine zentrale Rolle im Rahmen einer Wiederbelebung ein. Eine gute Koordination der Rettungsmaßnahmen und die telefonische Anleitung zur Wiederbelebung steigern die Überlebenschancen des Betroffenen.
• Ein Notfallzeuge, der schnell und sicher beurteilen kann, ob der Patient bei Bewusstsein ist und ob er (normal) atmet und, falls der Patient bewusstlos ist oder nicht normal atmet, den Rettungsdienst alarmiert, ist besonders wertvoll.
• Notfallpatienten, die nicht bei Bewusstsein sind und nicht normal atmen, haben einen Kreislaufstillstand und benötigen Wiederbelebungsmaßnahmen. Bei Krampfenden soll immer auch an einen Kreislaufstillstand gedacht werden. Auch die ERC-Leitlinien 2015 sind von der Kernbotschaft geprägt, dass eine schnelle Aufnahme der Reanimation von überragender Bedeutung ist.
• Patienten mit Kreislaufstillstand sollen auf jeden Fall eine Herzdruckmassage erhalten. Ist der Helfer trainiert und in der Lage, eine Atemspende durchzuführen, soll diese stattfinden. Die Experten gehen davon aus, dass eine Kombination von Herzdruckmassage und Atemspende, wie sie in der Feuerwehrausbildung gelehrt wird, der alleinigen Herzdruckmassage überlegen ist.
• Bei der Herzdruckmassage soll die Kompressionstiefe 5 cm sein und 6 cm möglichst nicht überschreiten. Die Frequenz soll zwischen 100 und 120 Kompressionen pro Minute liegen. Die Herzdruckmassage soll möglichst selten unterbrochen werden! Das Verhältnis von Herzdruckmassage zu Atemspende liegt unverändert bei 30 zu 2. Die beiden Atemspenden sollen die Herzdruckmassage nicht länger als zehn Sekunden unterbrechen.
• Eine frühzeitige Defibrillation (innerhalb von drei bis fünf Minuten nach Kollaps), zum Beispiel durch Notfallzeugen, kann zu Überlebensraten von 50 bis 70 Prozent führen.
• Das Wiederbelebungsschema für Erwachsene kann auch sicher bei Kindern angewandt werden. Dabei soll der Brustkorb bei der Herzdruckmassage mindestens zu einem Drittel eingedrückt werden (Kleinkinder 4 cm, Schulkinder 5 cm).
• Atemwegsverlegungen durch Fremdkörper sind ein medizinischer Notfall und müssen sofort behandelt werden. Empfohlen werden Schläge auf den Rücken. Lösen diese den Fremdkörper nicht, soll der Oberbauch eingedrückt werden (Heimlich-Manöver). Wenn der Patient bewusstlos wird, sollen Wiederbelebungsmaßnahmen ergriffen und der Rettungsdienst alarmiert werden.

Für spezielle Situationen stellen die Experten fest, dass:
• die Empfehlungen zur medikamentösen Therapie des Kreislaufstillstands sich nicht geändert haben,
• der routinemäßige Einsatz von mechanischen Herzdruckmassagesystemen nicht empfohlen wird,
• AEDs und entsprechende Ausrüstung zur Wiederbelebung nicht nur wie jetzt bereits auf Langstreckenflügen, sondern auch auf Kurzstreckenflügen verfügbar sein sollte.
• ein plötzlicher Kollaps von Wettkämpfern auf Sportanlagen wahrscheinlich eine Herzursache hat und schnell behandelt (gegebenenfalls defibrilliert) werden soll,
• Ersthelfer bei Ertrinkungsunfällen eine besonders wichtige Rolle spielen. Die schnelle Rettung aus dem Wasser und der zeitnahe Beginn der Wiederbelebungsmaßnahmen sind entscheidend für das Überleben,
• auf den Eigenschutz bei Stromunfällen zu achten ist und
• bei besonders beleibten Patienten keine anderen Maßnahmen bei der Wiederbelebung gelten. An einen frühzeitigen Wechsel der Helfer bei der Herzdruckmassage soll gedacht werden.

Weitere Informationen
Ausführliche Informationen zu den neuen Leitlinien der Wiederbelebung finden Sie hier:
http://www.grc-org.de/leitlinien2015
Hamburg/Berlin, Dezember 2015
Bundesfeuerwehrarzt Dr. med. Hans-Richard Paschen
Bundesfeuerwehrarzt Dr. Paschen ist der Vertreter des Deutschen Feuerwehrverbands in allen medizinischen Fragen. Er ist erfahrener Notfallmediziner und Chefarzt in einer Hamburger Klinik.
Diese Ausgabe sowie alle weiteren Folgen unserer Serie „Erste-Hilfe kompakt“ finden Sie auch auf dem entsprechenden Internetportal auf der Homepage des DFV unterwww.feuerwehrverband.de/erste-hilfe-kompakt.html

Technische Hilfe unter Anleitung

Am Wochenende des 17.-18.10.2015 führte die Ortsfeuerwehr Thale eine Intensivschulung im Bereich der technischen Hilfeleistung durch.

Die Ausbildung begann am Freitag mit der Einweisung in die verschiedenen Rettungsmittel der Feuerwehr. Dabei wurde auf bestimmte Details und Einsatzwerte hingewiesen und verschiedene Handhabung nochmal geübt.

Am Samstag fuhren dann alle Teilnehmer zum Ausbildungsgelände des THW Quedlinburg nach Weddersleben. Dort begann der Schulungstag mit einer theoretischen Ausbildung im Bereich LKW Unfälle und seine Handlungs-und Rettungsrichtlinien. Während dieser Unterweisung kam es zu einem Einsatz für die TLF 3000- und Drehleiterbesatzung, welche zu einem gemeldeten Wohnungsbrand zusammen mit der Ortsfeuerwehr Neinstedt alarmiert wurden.

Nachdem alle Kräfte wieder am Standort eingetroffen waren, konnte die Ausbildung wie geplant weiter geführt und mit der Stationsausbildung begonnen werden. Dabei wurden durch die Ausbilder verschiedene Aufgabenbereiche simuliert, wobei das Heben und Sichern von Lasten, das Handeln bei Verkehrsunfällen und die Rettungsmaßnahmen bei LKW Unfällen betrachtet und geübt wurde.

Ein besonderer Dank geht hierbei an die Ausbilder Alexander Körber, Marcel Kersten, Rainer Stuck, Detlef Ullrich und Torsten Kulemann, der Küchenbesatzung der Ortsfeuerwehr Thale für die Versorgung und der Ortsfeuerwehr Neinstedt für die Absicherung des Einsatzbereitschaft.

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Höchste Ausbildung absolviert

Erste Feuerwehrfrau der Feuerwehr Stadt Thale absolviert einen der höchsten Feuerwehrlehrgänge am Institut für Brand- und Katastrophenschutz in Heyrothsberge. Zusammen mit dem Kameraden Markus Kammerer ( 30) von der Ortsfeuerwehr Warnstedt, fuhr Cindy Braune ( 37)  von der Ortsfeuerwehr Thale und Stecklenberg zum Verbandsführerlehrgang. Bei diesem Lehrgang, handelt es sich um den höchsten Lehrgang und damit Qualifikation im Feuerwehrleben. Das Stadtkommando wünscht beiden alles Gute bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und zum bestandenen Lehrgang.

Cindy Braune

Markus Kammerer

Bernd Apel

Ortsfeuerwehr : Weddersleben

Funktion : Ortswehrleiter

Beruf : Stadtgerätewart der Feuerwehr Stadt Thale

Im Berufsleben
Im Berufsleben

Geburtsjahr : 1963

Familienstand: verheiratet

Warum bist du in der Feuerwehr ?

Im Jahr 1975 wurde die Arbeitsgemeinschaft Brandschutzhelfer an der Schule in Weddersleben gegründet. Viele aus meiner Schulklasse meldeten sich dort an und sind dadurch in die Ortsfeuerwehr Weddersleben  eingetreten.

Was begeistert dich an der Feuerwehr ?

Ich war begeistert von der Technik die es zu derzeit gab und bin nochmehr begeistert von der Technik die es heute gibt.

Was war dein einprägsamstes Erlebnis im bisherigen Feuerwehrleben ?

Das war ein Großbrand in den 80er Jahren am Bahnhof in Weddersleben. Dort befand sich damals eine Außenstelle des EHW Thale und dort brannten Reifen. Das war damals so heiß, das wir nur von weitem mit Wasser und danach mit Schaum löschen konnten.

Was wünschst du dir für die Zukunft ?

Das der Zusammenhalt der Kameraden/in untereinander so bleibt wie heute und wieder mehr Bürger den Weg zur Feuerwehr finden.

 

Verunfallte sagt Danke

Nachdem am 18.10.2015 eine Frau im Bodetal verunfallt ist, kam es mit dem Rettungsdienst zu einem nachträglichen Schriftverkehr mit der Verletzten Person.

Rettung Bodetal 1

Lieber Herr Schröder, lieber Herr Werner,

vor ein paar Tagen konnte ich das Herzberger Krankenhaus verlassen, bin glücklich wieder daheim zu sein. Mit Hilfe einer Orthese und Gehhilfen komme ich, step by step, zurück in den aufrechten Gang; 😉
Die Kniescheibe hat eine waagerechte und senkrechte Fraktur. Immer wieder sind die Bilder meiner wunderbaren Rettung wie ein Film vor meinem Auge abgespult worden, ich sehe
Sie Beide und ihre tapferen Männer, ich sehe mich sitzend auf den Stein und warte… und dann kamen sie einer nach dem anderen durch das Laubwerk, meine Retter, Herr Schröder, der mich so umsorgt begleitet hat, bis ins KH Quedlinburg, der junge Mann, der vor dem Einrad gelaufen ist, immer wieder geschaut, dass es nicht zu schnell geht, sein Gesicht ist mir unvergesslich, aber auch der junge Feuerwehrmann an meiner Seite, der an seine Grenzen gekommen ist, allen allen danke ich nochmals von ganzem Herzen.

Rettung Bodetal 2

Wie groß meine Freude über Ihre netten Zeilen und die großartigen Bilder war können Sie sich vorstellen.
Ich werde das Bodetal ein Leben lang nicht vergessen und komme bestimmt wieder. Die Region um Thale gehört zu den landschaftlich und kulturhistorisch Schönsten, was unser Harz und sein  Umland zu bieten hat. Ich werde einen Weg in 2016 finden, um mit Ihnen bei einer Tasse Kaffee oder Tee zusammen sein zu können. 🙂

Ihnen Herr Schröder und Ihnen Herr Werner wünsche ich eine goldene Herbstzeit, möglichst keine Einsätze am Sonntagnachmittag, bleiben Sie und Ihre Freunde gesund und grüßen Sie die Kollegen von der Bergrettung, vom ASB und der Freiwilligen Feuerwehr Thale recht herzlich.

 

Liebe Grüße aus Herzberg der Kleinen Residenzstadt am Harz
Angelika Noack